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Taipei
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Message- 傅浩軒 FU Hau Shiuan
- Soaking in his Presence, 2023
- oil on canvas
- 135 x 180 cm (53.15 x 70.87 in)
- Framed: 139 x 184 x 6.4 cm (54.72 x 72.44 x 2.52 in)
English
Taking a shower is a highly intimate experience, yet it must also be an open process, as no one bathes while wearing adornments. Therefore, stripping away pretenses and embracing myself to the fullest has become a primary challenge for me recently.This artwork has driven me to step out of my usual comfort zone—pushing beyond my typical low tolerance for rationally rendering physical appearances—and instead turn toward exploring deeper inner expression and intuition. From the initial sketching and the struggles during the creative process, to ultimately deciding on the perspective for the final self-acceptance, the entire journey has been full of fluidity. It is a departure from my past approach of following a step-by-step, pre-planned blueprint.Instead of setting the scene in pure nature, I chose an open garden enclosed by walls as the bathing space. This primarily reflects my hope that, even when navigating the human world, I can still hold onto my trust and reliance in Him. I know that in His sight, even while living among the crowd, He is still watching over me in His own way. I am also learning to view myself through His eyes—to properly confront the self I have yet to fully understand, rather than hastily trying to fulfill the misguided expectations of others.
Deutsch
Duschen ist eine zutiefst intime Erfahrung, zugleich aber auch ein offener Vorgang, da niemand mit Schmuck oder äußeren Insignien badet. Das Ablegen von Masken und die Bereitschaft, mir selbst in meiner ganzen Unverhülltheit zu begegnen, sind daher zu einer zentralen Herausforderung für mich geworden.
Dieses Werk hat mich dazu bewegt, meine gewohnte Komfortzone zu verlassen. Es führte mich weg von meiner bisherigen, eher rationalen Herangehensweise an die Darstellung äußerer Erscheinungen und hin zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit innerem Ausdruck und Intuition. Vom ersten Entwurf über die Unsicherheiten und Kämpfe während des Entstehungsprozesses bis hin zur Entscheidung für die endgültige Perspektive der Selbstannahme war der gesamte Weg von Offenheit und Veränderlichkeit geprägt. Anders als bei früheren Arbeiten folgte dieser Prozess keinem vorgefertigten Plan, sondern entwickelte sich Schritt für Schritt aus sich selbst heraus.
Anstatt die Szene in einer unberührten Naturlandschaft anzusiedeln, entschied ich mich für einen offenen, von Mauern umschlossenen Garten als Ort des Badens. Diese Wahl spiegelt meinen Wunsch wider, auch innerhalb der menschlichen Welt mein Vertrauen und meine Verbundenheit mit Ihm zu bewahren. Ich glaube, dass Er mich selbst mitten unter den Menschen auf seine Weise begleitet und über mich wacht.
Zugleich lerne ich, mich selbst durch Seine Augen zu betrachten – dem Menschen zu begegnen, den ich noch nicht vollständig verstehe, anstatt vorschnell den Erwartungen anderer entsprechen zu wollen. Das Werk wird damit zu einem Raum der Selbstannahme, des Vertrauens und der behutsamen Annäherung an das eigene Wesen.