Entstanden unter dem Eindruck von Sergej Prokofjews sechster Symphonie, bewegt sich dieses großformatige Werk zwischen Erinnerung, Musik und innerem Erleben. Während des Malprozesses war eine konkrete Geschichte präsent, die sich jedoch nicht in Worte übersetzen ließ. Statt einer erzählerischen Darstellung entstand ein Bildraum aus Stimmungen, Fragmenten und symbolischen Formen.
Im Zentrum sitzt eine weibliche Figur dem Licht zugewandt. Sie erscheint zugleich verletzlich und geborgen. Umgeben von organischen Strukturen, Blüten, Fruchtformen und wurzelartigen Linien entsteht ein Geflecht aus Wachstum, Schutz und Verwandlung. Der Vordergrund wirkt beinahe wie ein fruchtbarer Boden des Erinnerns, aus dem Bilder, Gedanken und Erfahrungen hervorgehen.
Die helle, lichtdurchflutete Atmosphäre steht in Spannung zu den dunkleren, verdichteten Bereichen des Bildes. Wie in Prokofjews Musik begegnen sich Hoffnung und Melancholie, Verletzlichkeit und Kraft. Das Werk bleibt bewusst offen und lädt dazu ein, eigene Assoziationen und Geschichten darin zu entdecken.